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Die kostenlose Sozialberatung hilft in vielen Lebenslagen.

Ein schwer verständlicher Amtsentscheid oder ein finanzieller Engpass: M. Petrini , Sozialarbeiter bei Pro Infirmis Zürich, gibt Einblick in seine Aufgaben als Berater von Menschen mit Behinderungen.

Aus dem Alltag eines Pro-Infirmis-Sozialarbeiters

M. Petrini, Sozialarbeiter bei Pro Infirmis, erklärt, warum ihm die Arbeit auch in Zukunft nicht ausgehen wird. 

Was ist Ihre Hauptaufgabe als Berater von Menschen mit Behinderung?

M.P.: Oft bin ich Wissensvermittler und Übersetzer. Ich setze mich beispielsweise mit der Klientin oder dem Klienten zusammen, um einen Entscheid der Sozialversicherung oder eines anderen Amtes zu erklären. 

Was erreichen Sie mit der Sozialberatung im besten Fall?

Ich erinnere mich an Situationen, in denen es um die wirtschaftliche Existenzsicherung ging und die Betroffenen zu Unrecht aus dem IV-System zu fliegen drohten. Das hätte für sie ein Leben am äussersten Rand der Gesellschaft bedeutet, die Wohnung hätte nicht mehr bezahlt werden können, der Zugang zum geschützten Arbeitsplatz wäre verloren gegangen. Ich konnte diesen Menschen aufzeigen, was ihre Rechte sind und wie sie sich wehren können. Ich bin sehr froh, hat sich unsere Hartnäckigkeit für diese Menschen ausgezahlt. 
Manchmal sind auch kleinere Hilfen vielversprechend. Kürzlich habe ich einen Herrn auf eine Amtsstelle begleitet. Er hatte aufgrund schlechter Erfahrungen grosse Angst vor diesem Termin. Ich denke, er wäre ohne unsere Begleitung nicht hingegangen und hätte die Konsequenzen tragen müssen. Nun aber meisterte er das Gespräch sehr gut. 

Was fordert Sie bei Ihrer Arbeit am meisten heraus?

Bezahlbarer und behindertengerechter Wohnraum ist im Raum Zürich und anderen grossen Städten der Schweiz knapp und bringt uns in unserer Tätigkeit immer wieder an Grenzen. Ich kenne viele Menschen mit Behinderung, die in äusserst prekären Wohnverhältnissen leben. 
 

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